Sind Studenten zu dumm zum Studieren?
Vor knapp einem Monat wurden alle Erstsemester des Faches Germanistik in den Bayerischen Universitäten in einem Kurztest in Deutscher Rechtschreibung und Grammatik geprüft.
Das Ergebnis war erschütternd, zwei Drittel fielen durch (Note 5 oder schlechter)…nur in Deutschland eingeschriebene Österreicher scheinen besser abgeschnitten zu haben…(!!)
Die Prüfer bescheinigten ihren Studenten ein schulgrammatisches Grundlagenwissen, das dem “Stand von Fünft- und Sechstklässlern” entspricht. Sie selbst hat das nicht überrascht. “Uns ist schon seit langem aufgefallen, dass die Kompetenzen in Grammatik bei den Erstsemestern sehr bescheiden sind”.
Bei den Studenten hapert es aber offenbar nicht nur an der Grammatik. Auch andere Fähigkeiten lassen zu wünschen übrig. Die Studierenden könnten schlecht argumentieren und hätten auch oft Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, selbst unter den Lehramtstudenten scheinen zahlreiche Grammatik-Nieten zu sein.
Demnächst sollen aber auch die Dozenten selbst einem solchen Test unterzogen werden. Nungut, bei Germanistik Profs würd ich schon damit rechnen dass sie in Sachen Grammatik nicht gerade schlecht sind, aber was teilweise für Leute an den Unis lehren, das dürfte eigentlich schon jedem Studenten aufgefallen sein.
Bei uns verwechseln gleich 2!! Profs die korrekte Benutzung der Worte “wie” und “als”…das hört sich so grausig an, vor allem von Leuten von denen man eigentlich erwartet dass sie so etwas draufhätten. Hinzu kommt dass viele Dozenten so schreiben wie sie reden und ich meine nicht Jugendsprache oder ähnliches, die von manchen auch angewandt wird…ich meine dass sie Sätze die sie sagen versuchen in Stichworten an die Tafel zu bringen. Dass das aber nicht klappt ohne den Satz umzuformen, das merken viele nicht.
Also: Bevor Studenten so in die Pfanne gehauen werden, sollte auch mal ein Blick auf die Dozenten geworfen werden!
Quelle: sueddeutsche.de