Obama den Salat!
Ganz Deutschland diskutierte in den vergangenen Wochen darüber ob der Präsidentschaftskandidat der Demnokratischen Partei der Vereinigten Staaten vor dem Brandenburger Tor eine Rede halten dürfe. Das wurde als Provokation angesehen und der gewählte Ort als viel zu symbolträchtig bezeichnet. Fanden dort in der Geschichte doch nur wirklich Weltgeschichte schreibende Reden statt.
Nun wurde nach einem Ersatzort gesucht. Und scheinbar gefunden. Barack Obama möchte an der Siegessäule sprechen. Doch schon macht sich wieder Kritik breit. Die Siegessäule wäre nicht geeignet als Redeort, da sie anhand ihrer Symbolik kein positives Licht darauf werfen würde. Im Dritten Reich wurde sie vom Reichstag weg an den Großen Stern verlegt, ursprünglich errichtet wurde sie im Kaiserreich aufgrund der siegreichen Kriege über Dänemark, Österreich und Frankreich.
Natürlich muss man erwägen wo man seine Reden halte möchte, aber wenn sich die örtlichen Politker noch pingeliger anstellen, dann wird Herr Obama bald garnicht mehr kommen oder jedenfalls nach der Rede nie wieder. Und wenn man so genau auf die Geschichte eines Ortes schaut an dem eine Rede gehalten werden könnte, dann wird man nicht so viele prominente Plätze finden. Denn gerade Berlin strotzt nur so vor geschichtsträchtigen Gebäuden und Plätzen.
am 20. Juli 2008 um 12:38 Uhr.
man bin ich froh das Urlaub einfach auch mal heißt NIX mitzubekommen. Abschalten….ich hab mir nicht die Bohne Gedanken gemacht das irgendwo etwas Schlimmes passieren könnte. Gelassen hab ich die Tage verbracht, Umweltkatastrophen hab ich nicht mitbekommen –>siehe Taiwan,oh je da will Leo hin…und ob ein Obama irgendwo was erzählen will war mir auch völlig schnuppe…..nun hat mich die Welt der Medien wieder…na dann mach ich mir mal meine Gedanke…
LG Bonafilia
am 20. Juli 2008 um 13:15 Uhr.
Da hast du recht! Im Urlaub hat man wirklich seine Ruhe vor solchen medialen Geschichten. Obwohl Henning, als wir zu viert 2005 Partyurlaub auf Mallorca gemacht haben, sich jeden Tag die BÖLD gekauft hat ^^
Da hatten wir dann doch schon Wind vom “Kanzler Krieg” bekommen
am 20. Juli 2008 um 14:55 Uhr.
Gibs da nicht diesen schönen Platz in Berlin mit den grauen Beton Sitzbänken!? Kann mir nicht vorstellen das eine Diskriminierte Gruppe was dagegen hat wenn eine andere dort Reden hält?!
am 20. Juli 2008 um 15:05 Uhr.
Das wäre durchaus DIE Alternative gewesen! Barrack steht auf der höchsten Stele und alle Zuhörer sitzen auf den restlichen…sehr gut!
am 20. Juli 2008 um 16:37 Uhr.
Hm, dazu fällt mir irgendwie gar nichts ein. Im Moment, so finde ich, spürt man in Berlin kaum Interesse daran. Irgendwie fehlt mir der Grund. Ja schön, ist halt da, soll reden, und nu?
Mache mal.
am 20. Juli 2008 um 17:54 Uhr.
Liegt wohl daran dass es ja nur ein Kandidat ist…wenn nachher doch McCain gewinnt war alles umsonst ^^
am 20. Juli 2008 um 19:52 Uhr.
Ich stimme Cati da völlig zu, das Thema wird wohl wegen Sommerloch und so einfach hochgepuscht… Ich finde es persönlich ziemlich egal, wo er redet, ich frag mich eher, warum er als “Nur”-Kandiat überhaupt schon im Ausland Reden schwingt…? un-politische Grüsse Andrea
am 20. Juli 2008 um 19:58 Uhr.
Verstehe ich auch nicht so wirklich…wahlkampftechnisch ist es ja wohl ziemlich überflüssig im Ausland Reden zu schwingen. Aber vielleicht möchte er sich schonmal als möglicher Präsi profilieren oder so…
am 20. Juli 2008 um 21:57 Uhr.
Mir ist das auch völlig egal wo der redet! Hauptsache er redet überhaupt. Ich halte von Obama mehr wie von jedem anderen Kandidaten in den USA. Da wird sich hoffe ich einiges ändern wenn er Präsident ist! So denn kanner auch an der Siegessäule reden
am 21. Juli 2008 um 09:25 Uhr.
Rischtisch, das sehe ich auch so. Aber wie Andrea schon sagt, hätte es nicht nach der Wahl gelangt? Zumal hier ja eh keiner eine Stimme abgeben kann. So ist das Sommerloch, wie wahr.
am 21. Juli 2008 um 11:54 Uhr.
Das hier keiner seine Stimme abgeben kann, stimmt ja nicht so ganz, es gibt auch in Deutschland eine Menge amerikanische Staatsbürger, die dann am Wahltag im November in den Konsulaten ihre Stimme abgeben können. Von daher kann es schon was bringen, hier ein bißchen Wahlkampf zu machen. Und natürlich will er mit entsprechend symbolträchtigen Bildern im Fernsehen daheim (Brandenburger Tor im Hintergrund war ja der ursprüngliche Plan) auch für die dortigen Wähler schonmal ein wenig raushängen lassen, was für ein toller Außenpolitiker er sein könnte.
Wobei man, wenn man von deutscher Seite Obama zugegesteht hier Wahlkampfauftritte zu veranstalten, eigentlich McCain auch hier reden lassen muss, so er dies wünschen sollte.
Und das mit Obama als Präsident alles anders (und besser) wird, wage ich zu bezweifeln, ich habe bisher den Eindruck, das der Typ ein ziemliches Windei ist. Lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen. Schlimmer als aktuell kann’s ja nicht mehr werden. Hoffe ich.
am 21. Juli 2008 um 12:43 Uhr.
Stimmt wirklich…das Ding ist ja immer dass jeder von denen irgendwelche Leichen im Keller hat. Sind sie die totalen Umweltfreaks sind sie trotzdem für die Todesstrafe usw…
am 21. Juli 2008 um 20:21 Uhr.
In der Sonntagszeitung gestern stand, dass Obama “sein aussenpolitisches Profil schärfen will. Sein republikanischer Rivale John McCain wirft Obama gerne Mangel an weltpolitischer Erfahrung vor.”
Mmh, auf jeden Fall ist er in Deutschland jetzt in aller Munde…mehr oder weniger gratis…
am 21. Juli 2008 um 22:13 Uhr.
Das stimmt…vor allem ja auch weil er hier eh schon beliebt ist. Den alte Oppa McCain mag ja kaum jemand ^^
am 29. Juli 2008 um 10:34 Uhr.
@Schaps
Das McCain nicht gemocht wird ist eine reine Wahrnehmungssache. Die beiden liegen in den USA gleichauf und McCain hat nicht nur die ganzen reaktionären Rentner auf seiner Seite.
In meinen Augen hat Obama (zur Zeit) noch null Substanz. Es heißte “Yes we can”, “Change” und “wir müssen zusammen die Probleme angehen”. Allerdings sagt er weder so genau, WELCHE Probleme er meint, noch WIE er sie zu lösen gedenkt. McCain hat meine Anerkennung bekommen, weil er schon im Vorwahlkampf konkret ausgesprochen hat, was ich will: Truppenabzug aus dem Irak, Verständigung mit dem Iran, Lösen innenpolitischer sozialer Probleme und vor allem: Schließung des KZs Guantanamo Bay auf jeden Fall (der Junge wurde in Vietnam oder Korea auch gefoltert und weiß, worum es da geht).
Obama wird von Hollywood gehypt, und von denen, die unbedingt mal nen Schwarzen wollen, sch… auf die Inhalte. Aber ob das reicht? Ich traue religiösen Predigern nie über den Weg.
am 29. Juli 2008 um 10:43 Uhr.
Obama ist ja nun kein religiöser Prediger, aber ich weiß was du meinst. Seine Berliner Rede war sehr blumig und vage. Aber ich glaube trotzdem dass er etwas auf dem Kessel hat. McCain bekommt doch während des Wahlkampfs eh einen Herinfarkt