Kieler Ansichten | 18
Der Alte Markt in Kiel hat sehr viel durchgemacht. Ursprünglich war er ein typischer Marktplatz, in der Mitte ein leerer Platz und rundherum Randbebauung. Nach dem Krieg wurde hier die damals in Kiel noch existente Straßenbahn hindurchgebaut, der Rest wurde als Parkplatz genutzt. Zu den Olympischen Spielen 1972 wurde der Platz dann zu einer Fußgängerzone und es wurden damals modern aussehende Pavillos erbaut. Der Raum in der Mitte wurde abgesenkt und wird deshalb von Feinden als “Loch im Boden” bezeichnet. Heute beleben diese Pavillons mit ihren Cafes und Bars durchaus die Altstadt, aber man kann so gut wie garnicht mehr erkennen dass dies mal ein Marktplatz war. Er wirkt eher so wie ein Biergarten. Nun liegt es natürlich auch im Auge des Betrachters, deshalb frage ich einfach mal. Was findet ihr denn schöner, einen typischen Marktplatz mit Cafes und Bars am Rand oder ein zugebauter Platz mit Cafes, Bars und Bäumen mittendarauf?
Zur Orientierung: Im Hintergrund ist der Karstadt-LEIK-Komplex und das Ende der Holstenstraße, die Nikolaikirche ist links, aber nicht mehr im Bild. Hinter mir ist die Dänische Straße.

am 12. August 2008 um 16:22 Uhr.
“Damals modern aussehende Pavillos” – immerhin sieht es auf Deinem Foto dank des vielen grün hübsch aus. Gefällt mir so besser, als wenn es ein offener “Marktplatz” wäre.
am 12. August 2008 um 16:45 Uhr.
Ja, man sieht hier ja nur einen Pavillon relativ gut, der im Hintergrund. Ohne das Grün im Winter ist die Sache wahrscheinlich etwas trostloser…
am 12. August 2008 um 17:10 Uhr.
ach je, lang ist’s her, dass ich am alten markt war. und augenscheinlich hat sich doch ein wenig was verändert – zu meiner zeit gab es nie so viel draußensitzmöglichkeiten. ist denn da links nicht mehr der buchladen? und gibt es das hemmingway noch da oben rechts? und was macht der eispavillon – noch da?
jetzt:nordweh…!
am 12. August 2008 um 17:25 Uhr.
Ich finde den Platz ehrlich gesagt nicht besonders schön, dein Foto ist da ja direkt ganz schön vorteilhaft.
am 12. August 2008 um 17:48 Uhr.
Ich finde auch, auf Deinem Foto sieht es sehr schön aus. Mir gefallen die Sonnenschirme rechts und ich möchte SOFORT in so einem schönen Strandkorb sitzen…:-) Ansonsten ein bisschen viel Beton… Meine bescheidene Meinung, erinnere mich nicht mehr so gut daran, wie es dort drumrum aussieht… Liebe Grüsse Andrea
am 12. August 2008 um 18:10 Uhr.
Nordika
Das Hemingway und den Eispavillon gibts noch, Buchladen keine Ahnung
Zimtapfel
Stimmt, das Foto ist SEHR vorteilhaft…man könnte es fast Verblendung nennen ^^
Andrea
Drumherum ist es durchwachsen…Der Karstadtkomplex ist nicht sehr ansehnlich, aber da soll bald was passieren, ansonsten ist dort vorwiegend Blockrandbebauung, außer nördlich der Kirche, da sind so einige grauenhafte Bauten, unter anderem auch Einstöcker, wie das Cafe Alex
am 12. August 2008 um 18:37 Uhr.
Ich steh wohl mehr auf die herkömmliche Variante: Ein freier Platz mit viel Leben (Cafés, kleine Läden…) drumherum UND an Markttagen ein Markt in der Mitte.
Abgesehen von den Bauten im Hintergrund finde ich aber die Kieler Marktplatz auch ganz gemütlich ;o)
am 12. August 2008 um 18:53 Uhr.
Jo, so ist es! Er ist gemütlich, wie ein Biergarten oder sowas. Aber deshalb ist Markt das Letzte worauf man kommt, wenn man ihn betrachtet
am 12. August 2008 um 23:08 Uhr.
Der Platz ist echt scheusslich. Für die 16 Millionen €, die angeblich für die Dreifelddingsbrücke ausgegeben wurden, hätte man lieber die Pavillons kaufen und bulldozern sollen.
am 12. August 2008 um 23:15 Uhr.
Das Problem ist, dass die Pachtverträge noch bis 2030 laufen…also wenn wir Pech haben, dann werden die Dinger noch bis dahin stehen bleiben…
am 13. August 2008 um 09:15 Uhr.
Das ist schwer zu sagen. Auf deinem Foto sieht es eigentlich gemütlich aus, aber so ein richtiger Marktplatz mit Cafés und Bars am Rand hat natürlich auch seinen Charme. Je nachdem wie das Ganze Gestaltet ist. Und wenn man sich dann im Winter auf dem Marktplatz an einer Glühweinbude trifft, weil Weihnachtsmarkt ist, das fände ich auch schön.
So ist es halt kein Marktplatz, denn es ist ja wohl gar kein Platz mehr für einen Markt.
Ich würde sagen, es gibt da nicht nur Schwarz und Weiß.
Lieben Gruß,
Martina
am 13. August 2008 um 11:59 Uhr.
Du hast Recht. Das Ding ist, dass es in der Innenstadt dadurch keinen richtigen Marktplatz gibt, aber Kiel dafür eine unendlich lange EInkaufsstraße hat. Der Weihnachtsmarkt zieht sich wenn man so will über 2 Kilometer vom Bahnhof bis zum Alten Markt, ist auch mal was anderes ^^
Ich persönlich würde einen klassischen marktplatz präferieren. Da wir sowas hier nur etwas entfernter in Form des Blücherplatzes oder des Vinetaplatzes haben…aber nicht da wo am meisten los ist.
am 13. August 2008 um 12:42 Uhr.
und wenn man die Augen ganz doll zusammenkneift kann man noch einen Schatten von dem Kieler Woche Caipi Stand erahnen.
am 13. August 2008 um 12:44 Uhr.
Haha! An dem war ich nur einmal…aber habe selbst da nichts getrunken…nur mal zufällig nen Kollegen getroffen. Bei der Kieler Woche gehts am Alten Markt schon ab, das stimmt!
am 13. August 2008 um 12:45 Uhr.
nun ist die Kieler Innenstadt eben eine zweckorientierte Innenstadt. Das ist ja auch nicht schlimm. Ich finde der Alte Markt ist keine Schönnheit, aber durchaus ein charmantes Fleckchen. Ein wenig Heimeligkeit in der grauen Stadt.
am 13. August 2008 um 13:32 Uhr.
Jop! Vor allem in der momentan noch sehr unschönen “Altstadt”