Warstadt und Nopel
Na was nun? Sind bald alle Konzerne mal langsam pleite? Ich finde es bemerkenswert, dass gerade Opel und Karstadt so im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Denn gerade diese beiden Konzerne kann man nicht wirklich als große Vorbilder des guten Wirtschaftens bezeichnen. Opel verlor schon seit Jahren stetig an Marktanteilen und das bevor irgendeine Weltwirtschaftskrise überhaupt in Reichweite hätte sein können. Und Karstadt übernahm sich einst mit Hertie und glaubte dann mit einem Verkauf seiner Gebäude das Glück wenden zu können? Außer der schwindenden Kundenzahl besaß der Konzern ja gar nichts mehr! Und diese sanken nicht erst seit der Weltwirtschaftskrise, sondern schon seit Jahren. Ich selbst kaufe ja sogar recht gern mal bei Karstadt Kleidung ein, aber anscheinend sonst keiner mehr.
Deswegen finde ich die Behauptung die Innenstädte würden sterben wenn Karstadt zumachen müsste mehr als arrogant. Wenn man seit Jahren Kunden verliert und nur noch einen minimalen Marktanteil am Einzelhandel hält, wie kann man dann ersthaft behaupten ganze Innenstädte würden mit dem Wegfall von Karstadt zugrunde gehen? Aufgrund solcher Behauptungen nach Staatsmitteln zu betteln halte ich für mehr als fragwürdig. Was die Arbeitsplätze angeht ist es sicher schlimm, wenn wirklich alle Angestellten entlassen werden würden. Aber das bedeutet eine Insolvenz ja gar nicht. Zudem muss man bedenken, dass ein mehr als potenter Interessent vor der Tür steht. Wenn man sich auch noch gegen einen so starken Konzern wie Metro stemmt, ist man dann überhaupt interessiert daran gerettet zu werden, oder sind es die höheren Staatshilfen?
Genauso halte ich auch diese sogenannte Opelrettung für einen Witz. Natürlich hängen von so etwas auch viele weitere Arbeitsplätze in der Umgebung ab, aber man muss sich auch mal vor Augen halten wer da Opel übernehmen möchte. Ein österreichischkanadischer und ein russischer Konzern. Und diese würden sicherlich alle Arbeitsplätze in Deutschland erhalten! Zwinker zwinker. Diese Konzerne sind mit Forderungen nach Deutschland gekommen! Deutschland soll Milliarden dazu beisteuern, dass zwei ausländische Konzerne einen maroden Schrotthaufen übernehmen und höchstwahrscheinlich viele viele Arbeitsplätze ins Ausland schaffen. Da fällt mir ein:
Ich persönlich hab auch kacke gewirtschaftet in den letzen Jahren, ich würd auch gern Kohle vom Staat haben! Bitte Deutschland hilf mir! Geschenke vor Wahlen sind ja nix Besonderes mehr, und sonst schafft ihr euch einen mächtigen Feind! Außerdem sind wir nun schon zu zweit! Passt bloß auf da oben! Zwinker zwinker.
am 10. Juni 2009 um 12:37 Uhr.
Dass die Innenstadt ohne Karstadt stirbt ist sicher kein stichhaltiges Argument, aber es ist zumindest ein kleines. Denn Karstadt ist, trotz sinkender Marktanteile, wenigstens in meiner Wahrnehmung eine Institution in den Fußgängerzonen dieser Nation: Seit Erfindung der Eisenbahn am Platz, zentral gelegen, das sind schon wichtige Punkte. Und ich erinnere mich, dass unsere Shoppingtouren in die Stadt früher immer mit einem Frühstück bei Karstadt incl. anschließendem Besuch der Spielwarenabteilung begonnen haben. I.d.R. immer ohne Beute für uns Kinder, fällt mir bei der Gelegenheit ein. Sollten meine Eltern schon damals unwissentlich den Grundstein für die jetzige Misere gelegt haben?
am 10. Juni 2009 um 12:52 Uhr.
Naja, dein Kommentar beinhaltet ja viel, was für meine Argumentation spricht:
“Kleines Argument”
“sinkende Marktanteile”
“seit Erfindung der Eisenbahn”
“früher immer”
Ja, es ist eben ein AUslaufmodell. Ein seit Ewigkeiten bestehender Konzern ist doch nicht automatisch berechtigt auch für immer weiterzubestehen.
Ich selbst mag da ja auch gern Kleidung kaufen…aber mehr auch nicht. Es ist aber kein Grund für mich nicht mehr in die Stadt zu gehen. Einkaufszentren haben doch eine viel größere Ausstrahlungskraft. Und der Sophienhof ist ja auch zentral gelegen.
am 10. Juni 2009 um 12:53 Uhr.
Ganz einfach: hier gibt es kein(en?) Karstadt. Ist unsere Innenstadt deshalb tot? Nein. Und auch in anderen Städten wird sich die Welt weiterdrehen. Auch ohne eine Krstadt-Filiale. Dann kommt halt irgendein anderer Laden rein. So einfach ist.
Und zu den ganzen Autokonzernpleiten sag ich jetzt besser mal nix …
am 10. Juni 2009 um 13:02 Uhr.
Recht hast du! Na gut, hier in Kiel gibt es drei Karstadt. Aber davon sollte eh eine geschlossen werden. Und eine andere ist in einen Einkaufspassage in der Innenstadt, die wird hundert Pro weiterbetrieben, vor allem auch unter der Leitung von Metro. Das Dritte ist ein Karstadt Sporthaus. Keine Ahnung wie es darum steht.
Man muss aber auch bedenken, dass die Karstadt hier in Kiel alle mega hässlich und altbacken aussehen…so typische 60er, 70er, 80er…bah! Die tun ja nichtmal was für ihr Image! Und dann noch rumjammer? Nein danke!
am 10. Juni 2009 um 13:04 Uhr.
Hi Schaps, ganz so unrecht hast Du nicht.
Wenn bei all diesem Missmanagement nicht so viele Arbeitsplätze verloren gingen, würde ich auch sagen: Lasst sie sterben!
Wenn ich meinen Job so schlecht ausführen würde, wie die Herren Manager, dann wäre ich meinen Job schneller los, als gesehen. Und das selbstverständlich ohne Milliarden von Abfindungen Pensionen & Co!
Gruß, Martina
am 10. Juni 2009 um 13:06 Uhr.
So ist es! Ich gehe zwar nicht davon aus, dass die Arcandorleute mega riesen Abfindungen bekommen, aber verarmen werden sie sicherlich nicht.
Außerdem muss man auch immer bedenken, dass der Tod nicht das Ende ist…jedenfalls in der Wirtschaft. Jemand anders nimmt die Position ein und schafft Arbeitsplätze. Das war und wird immer ein Auf und Ab bleiben.
am 10. Juni 2009 um 13:08 Uhr.
@ Schaps: Für Karstadt-Sport gibt’s unabhängig von Metro schon einen Interessenten: Sport Scheck, die zu Otto gehören. Aber Du hast schon Recht: Anspruch auf Staatshilfe sollte Karstadt bzw. Arcandor nicht haben. Sie sind selbst schuld an ihrer Lage.
@ Martina: Die Arbeitsplätze sind eigentlich das beste Argument. Denn es sind ja nicht nur die Leute von Karstadt und Quelle. Gestern Abend hab ich gelesen, dass dadurch auch DHL ins Wanken kommen könnte.
am 10. Juni 2009 um 13:17 Uhr.
Die Innenstadt wird nicht “sterben”, die Filialen werden nach einer Übernahme durch Metro von Kaufhof fortgeführt. Gerade hier in Kiel habe ich nie verstanden wieso es 2 (bzw 4) Karstadtfilialen gab.
Das Problem vor Karstadt war und ist meiner Meinung nach selbst verschuldet gewesen. Auf der einen Seite sinkende Umsatzzahlen, regelmäßiger Personalabbau und die Schließung von Standorte (seit ca. 2004/05) und der Verkauf der Immobilien, die teuer zurückgemietet wurden (im Grunde Sale-and-lease-back), nur um kurzfristig Mittel zur Verfügung zu haben. Dazu kam der Einstieg ins Touristikgeschäft (Thomas Cook und diverse weitere Fusionen und Übernahmen) und zwar auf Kosten der Substanz von Karstadt.
Das gerade der Touristikbereich von Arcandor nicht von der Insolvenz betroffen ist, zeigt sehr deutlich auf wessen Kosten der Um- und Ausbau im Bereich Touristik durchgeführt wurde: Karstadt! Der damalige Arcandor-Chef Thomas Middelhoff hatte Karstadt schon viel früher abgeschrieben und genau deshalb steht dieser Unternehmensbereich vor der Insolvenz. Übrigens ist es interessant das Middlehof sich kurz vor dem Zusammenbruch aus dem Staub gemacht hat.
am 10. Juni 2009 um 13:18 Uhr.
DHL? Das gehört doch zur Post…und der geht es sehr gut. Wie toll die Konzerne immer Augenwischerei betreiben ^^
Okay, hätte mir auch gedacht dass der Sportladen erhalten bleibt, aber wie hatte ich keinen Schimmer…
am 10. Juni 2009 um 13:21 Uhr.
Brüsseler
Vier Filialen? Meinst du nicht drei?
Danke für dei zusätzlichen Infos! Das mit Thomas Cook hatte ich total vergessen! Und dass Middelhof sich aus dem Staub gemacht hat, das wusste ich gar nicht
Dieses sale and lease back, wenns echt so heißt, das betreibt ja auch gern der Staat mit seinen Ministerien. Warum auch immer. Ich würde fast in jedem Fall davon ausgehen, dass es sich nicht lohnt.
am 10. Juni 2009 um 13:22 Uhr.
@ Schaps
Middelhoff hat doch das sinkende Schiff schon längst verlassen und ich vermute mal, dass die Abfindung üppig war (Angeblich 2,3 Millionen). Viel interessanter ist, was Middelhoff zur Zeit macht:
“Im Februar 2009 gründete Thomas Middelhoff mit Roland Berger und Florian Lahnstein (dem Sohn von Manfred Lahnstein) in London die Investmentgesellschaft Berger Lahnstein Middelhoff & Partners LLP (BLM), deren Chairman Middelhoff seitdem ist. Für den Aufsichtsrat konnten prominente Mitglieder wie Wolfgang Clement, Manfred Lahnstein und Mark Wössner gewonnen werden.” (Quelle Wikipedia)
am 10. Juni 2009 um 13:25 Uhr.
@ Schaps
Du vergisst vermutlich die Filiale mit den Fahrrädern hinter dem Karstadt am alten Markt.
Bei Arcandor müsste man eher von “Sale-and-rent-back” sprechen, aber im Grunde ist es das gleiche Prinzip. Man verkauft seine Immobilien für viel Geld und mietet bzw least diese (teuer) zurück. Kurzfristig bringt es Millionen oder auch Milliarden aber langfristig zahlt man drauf. Sollte meiner Meinung nach, gerade Bundesländern und Kommunen untersagt werden. Wenn’s die Wirtschaft macht ist es deren eigenes Risiko. Kriminell wird es nur wenn ein ehemaliger CEO durch solche Geschäfte privat profitiert und deshalb prüft inzwischen auch die Staatsanwaltschaft ob ein Verfahren gegen Middelhoff eröffnet wird.
Dazu kommt ja noch Neckermann.de und andere Unternehmen und Ketten die Karstadt in den vergangenen Jahren abgestoßen hat.
am 10. Juni 2009 um 13:30 Uhr.
Ach du Scheiße! Stimmt ja! Dieser komische dunkle Fahrradladen!
Und Neckermann gehört ja auch noch zum Salat…man, ich hab diese ganzen Käufe ja schon total vergessen!
Was diese Middelhofgesellschaft angeht…typisch, würd ich mal sagen ^^
am 10. Juni 2009 um 14:03 Uhr.
Um ein Unternehmen erfolgreich zu führen, gehört noch etwas mehr als immer nur Kosten zu sparen, indem man Mitarbeiter entlässt, was ja allgemein ein großer Trend war (und auch noch ist?) Mag kurzfristig zu mehr Gewinn führen, um Investoren/Aktionäre zufrieden zu stellen, aber langfristig funktioniert das in meinen Augen nicht. Aber ich habe ja auch keine Ahnung von der Geschäftswelt.
Ich denke nur, es gehört ne ganze Menge mehr dazu, erfolgreich zu sein. Innovation steht für mich ganz oben auf der Liste und zwar immer und immer wieder, dranbleiben. Und auch zufriedene Mitarbeiter, sie sich und ihre Arbeit geschätzt fühlen, sind absolut wichtig, denn dann machen sie gute Arbeit, was wiederum dem Unternehmen zugute kommt. WinWin sage ich nur. Und zufriedene Mitarbeiter sind mittlerweile ja wohl leider Raritäten, wenn man sich umhört. Überall nur enormer Druck und Fußtritte, wer nicht stets funktioniert, wird gefeuert, der nächste wartet schon.
Massenentlassungen führen nur dazu, dass immer mehr Menschen weniger Geld zur Verfügung haben, das sie wieder in die Wirtschaft stecken können. Das ganze ist schließlich ein Kreislauf. Bei solchen Aktionen gewinnen nur die, die sowieso schon Geld haben (was nicht heißt, dass sie glücklich sind und zufrieden sind). Manager bekommen ja immer genug Geld, egal ob eine Unternehmen floriert oder pleite geht.
Aber wie gesagt, ich habe keine Ahnung davon, das sind einfach nur meine Gedanken dazu.
Ach, deine Idee im letzten Absatz finde ich prima. Ich bin auch der Meinung, der Staat könnte mir mal unter die Arme greifen. Ich wäre dann auch bereit, mir haufenweise Schuhe und Bücher zu kaufen, um die Wirtschaft zu unterstützen.
Ich würde auch ein Konzept für meine weitere finanzielle Zukunft zu erstellen, damit ersichtlich ist, wie ernst es mir ist, in Zukunft Gewinne zu machen. Ich würde in dem Falle sogar einen Arbeitsplatz schaffen, wenn ich genug Geld hätte. Eine Haushaltsperle fände ich z.B. klasse.
So, nun muss ich mich aber meiner Karriere widmen.
Liebe Grüße,
Martina
am 10. Juni 2009 um 14:12 Uhr.
Deine erste Aussage ist schon ganz richtig, es gehört mehr dazu, als immer nur gesundzuschrumpfen.
Der Punkt mit der Mitarbeiterzufriedenheit ist auch richtig. Ich fands immer grausig, wenn ich in meinen Nebenjobs kacke behandelt wurde. Das hab ich immer schön an die Kunden weitergegeben ^^
Massenentlassungen kann ich auch nicht gutheißen. Nur kommen diese in Insolvenzfällen oft vor als Teil des Gesundschrumpfens. Und häufig können darauf Unternehmen weiterleben.
Und dass ich schonmal einen Unterstützer bei meiner Forderung von Staatsmitteln habe, das beruhigt mich ja
am 10. Juni 2009 um 14:23 Uhr.
Stichwort “DHL” vgl. Spiegel Online von Freitag: http://www.spiegel.de/wirtscha.....24,00.html – da ist von 4000-5000 Jobs und ca. 1 Milliarde Umsatzverlust die Rede.
am 10. Juni 2009 um 14:32 Uhr.
Tatsache! Hätte nicht gedacht, dass Arcandor eine so große Position im Geschäft der DHL hat…wobei deren Umsatz ja nun auch beträchtlich größer ist. Ich glaube, zum Teil sind das auch schonmal Vorankündigungen zu Entlassungen die eh bald stattgefunden hätten, aber durch die Arcandorsache eben auf andere umgewälzt werden können. Aber eben nur eben zum Teil. Eine Pleite hätte sicher auch Auswirkungen auf DHL oder die Post eher gesagt.
am 10. Juni 2009 um 14:46 Uhr.
UnterstützerIN bitte schön. So viel Zeit muss sein.
am 10. Juni 2009 um 14:48 Uhr.
Ach ja, das war natürlich total aus Versehen!!! *g*
am 10. Juni 2009 um 15:04 Uhr.
Klar. Versehen. Und das nach deinem Beitrag zur Emanzipation.
am 10. Juni 2009 um 15:10 Uhr.
Also echt! Wie konnte mir das danach noch passieren? “Emanzipations-Schaps”
am 10. Juni 2009 um 15:30 Uhr.
Deswegen finde ich die Behauptung die Innenstädte würden sterben wenn Karstadt zumachen müsste mehr als arrogant.
Hahhaa… ahhahaa… die Innenstadt Stirbt … weil ein Konzern, der so grössenwahnsinnig war, alles anzubieten .. pleite macht. hahaha. hahaha.,..
die bieten alles an.. Schmuck, Ne Mensa mit 5 Euro Gerichten, Kredite, Kleidung, GEschirr und und und … hahaha.. die Innenstadt tot… haha..
Ich kugele mich gerade vor lachen … wenn solche “Gross unternehmen” pleite machen, kann wenigstens mal der Mittelstand nachrücken … diejenigen, die gute Leistung bei nur “einer Sache”, wie Kleidung, schmuck, etc., erbringen …
Ich lach mich weg.. die Innenstadt stirbt ..
am 10. Juni 2009 um 15:34 Uhr.
Ja, im Prinzip ist es echt zum Totlachen…wenn die das nicht ernst meinen würden…
am 10. Juni 2009 um 19:21 Uhr.
[...] ja, ich bin nicht der Einzige der ne Krise kriegt. Bei Schaps kriselt es [...]
am 10. Juni 2009 um 19:27 Uhr.
Hey Schaps, du sprichst mir aus der Seele. Ich krieg mittlerweile auch ne Krise. Hab mein Geld verzockt (ach nee, das heißt ja wie bei Morsche. Ich habe mich verhoben…) Auf jeden Fall ist die Kohle weg, mir geht´s schlecht und ich will auch ein Stück vom Kuchen. Ohne Sicherheiten, ohne Liqiditätsprüfung… nur schnell…
Vielleicht sehen wir uns ja mal bei Metrostadt.
am 10. Juni 2009 um 19:35 Uhr.
Wäre cool! Ich hoffe für deinen Atrag auf Staatsgelder alles Gute! Aber ich habs mehr verdient!!
am 10. Juni 2009 um 20:07 Uhr.
Was wir zu Zeit erleben, ist eine neue Dimension des alten “Gewinne kapitalisieren und Verluste sozialisieren”. Da spielen die Unternehmen im weltweiten Kasino auf volles Risiko, und jetzt, da sie mal verloren haben, beginnen sie zu weinen. Wenn der Staat überhaupt in den Markt eingreifen sollte, dann zu Gunsten des Mittelstandes. Die kleinen und mittelständischen Unternehmen leiden ganz besonders unter der Kreditklemme. Aber wenn man mit nur 10 oder 100 Arbeitsplätzen drohen kann, hört in Berlin natürlich niemand zu.
Allerdings bin ich als Ökonom ein bekennender Freund der freien Marktwirtschaft, und in dieser gibt es keine staatlichen Hilfen. Auch nicht für sogenannte systemrelevante Banken
am 10. Juni 2009 um 20:14 Uhr.
Holger, ich habe quasi genau dieselbe Meinung!
am 10. Juni 2009 um 20:52 Uhr.
Neulich im Radio habe sie Jürgen Rüttgers gefragt: Ob er sich auch so für Opel eingesetzt hätte, wenn nicht Superwahljahr wäre?!
Natürlich!
am 10. Juni 2009 um 21:00 Uhr.
Natürlich! Aber das Lustige an der Sache ist ja auch, dass die SPD mit ihrem Spendier und Meckerkurs bisher keine neuen Wähler gewinnen konnte…Rüttgers sollte also aufpassen
am 10. Juni 2009 um 21:38 Uhr.
Och, ich schließ mich an mit den Unterstützern


Ich zieh hier zwei Rentenzahler groß …
Was glaubst was das kost ?!?
Schließlich investier ich nicht nur in das nächste Quartal, sondern weit darüber hinaus, nääää?
Viel Spaß noch beim Wirtschaften
wünscht
Sabine
am 10. Juni 2009 um 21:47 Uhr.
Was? Also nein! Wie kannst du nur?
am 11. Juni 2009 um 16:48 Uhr.
wenn die das nicht ernst meinen würden…
Ist ja das traurige ..
am 11. Juni 2009 um 17:16 Uhr.
Stimmt!
am 13. Juni 2009 um 06:49 Uhr.
Die Innenstadt von dem Ort, wo ich vorher gewohnt habe, war auch trotz Karstadtfiliale tot
und als mein Bruder noch dort gearbeitet hat, habe ich den Laden quasi am Laufen gehalten – die hatten so tolle Personaleinkaufskarten mit Riesenrabatt und eigentlich bekommt man da ja alles. Also habe ich dort tüchtig eingekauft … Klar, dass er jetzt pleite geht. Mein Bruder ist entlassen worden und ich kann da nix mehr kaufen. Bei den Apothekerpreise bringe ich mein Geld lieber woanders hin.
am 14. Juni 2009 um 14:07 Uhr.
Also uns hier in Kiel wird auf jeden Fall eine der vier Karstadtfilialen erhalten bleiben…da mach ich mir keine Sorgen…denn ich mags ja eigentlich auch
Aber ich kenn auch solche Städte die immer total ausgestorben sind…furchtbar!
am 16. Juni 2009 um 14:30 Uhr.
Wofür braucht ihr denn 4 (vier) Karstadt-Filalen ?
Sooo groß ist Kiel doch auch nicht ?
Wenn ich Chef bei K. wäre und es ginge mir so schlecht daß der Pleitegeier über mir kreist, würde ich auch nur das beste Haus am Platz behalten und alles andere abstoßen.
am 16. Juni 2009 um 16:28 Uhr.
Es sind zwei komplette Warenhäuser, ein Karstadt Sporthaus und ein Karstadt Fahrradgeschäft. Ja, es sind zuviele ^^
Ich wette nur Karstadt Sport und das Warenhaus im Sophienhof Einkaufszentrum bleiben erhalten…
am 16. Juni 2009 um 19:44 Uhr.
ja also 4 karstadtfilialen in Kiel sind übertrieben
ich bin aus Saarbrücken und wir haben eine einzige
jetzt weiss ich nicht welche Stadt größer ist
könnt ja mal schauen in meinestadt.de
bin aber glaube ich jetzt zu faul
am 16. Juni 2009 um 22:18 Uhr.
Kiel 240.000
Saarbrücken 180.000
Aber das sind “nur” 2 normale Karstadt Warenhäuser und ein Sporthaus und ein Fahrradhaus
am 17. Juni 2009 um 14:24 Uhr.
Ich denke nicht dass ohne Karstadt die Innenstädte aussterben würden. Im Gegenteil – vielleicht hätten dann manche Einzelhändler wieder Chancen zu überleben
am 17. Juni 2009 um 14:41 Uhr.
So seh ich das auch! Solange nicht weiter Einkaufszentren außerhalb der Stadt errichtet werden…
am 21. Juni 2009 um 15:07 Uhr.
Klar, fällt es besonders ins Gewicht, wenn so große Firmen pleite gehen, da hängen sehr viele Arbeitsplätze, Schicksale von Familien dran.
Dennoch ärgert es mich, dass immer nur von `den Großen´geredet wird, die von der Finanzkrise geschüttelt werden. Von den vielen, kleineren, mittelständischen Betrieben, die um ihre Existenz bangen oder schon schließen mussten redet keiner, darüber kommt nix im Fernsehen, davon steht nix in den Zeitungen.
- Mein Bruder, z.B. , ist Besitzer eines Autohauses, ist ebenso von der Finanzkrise betroffen, musste Leute entlassen um die Firma überhaupt über Wasser halten und zumindest einige Arbeitsplätze erhalten zu können, nix da mit Hilfe vom Staat, und einen Kredit von seiner Bank, um Entlassungen nicht vornehmen zu müssen, konnte er sich wegen der hohen Konditionen nicht leisten. Und er hat schon vor zwei Jahren, bevor die Finanzkrise publik wurde gesagt: die Autoindustrie ist auf Talfahrt, es werden zu wenig Neuwagen gekauft, wir steuern in eine Krise.
Viele, viele Firmen kämpfen um ihre Existenz. Mit entgegenkommenderen Kreditkonditionen könnte sich so manche Firma aus der Schlinge ziehen. Warum greift der Staat nicht da mal ein? Das würde noch nicht mal Geld kosten, nur ein Machtwort.
Und wenn die Metro-Group tatsächlich die Karstadtfilialen übernimmt – dann wird dafür mit Sicherheit ein anderes Unternehmen geopfert. Vermutlich werden sie dann die Real-Märkte emdgültig abstoßen, ist ja schon länger im Gespräch. So gibts dann wieder Arbeitslose. Und so dreht sich das Karussell weiter, immer weiter…
Liebe Grüße,
Wally
am 21. Juni 2009 um 16:49 Uhr.
Metro will Kaufhof schon seit Längerem abstoßen. Aber durch den Karstadtdeal wollen sie Kaufhof noch etwas wertvoller machen, damit sie es nach der Krise für noch etwas mehr verkaufen können. Ich würde hier aber abraten das mit den berühmten Heuschrecken zu vergleichen. Als kleineres der beiden Übel könnt man es allerdings schon bezeichnen.
Dass Metro real abstoßen will, davon hab ich aber noch gar nix gehört…
Ansonsten triffst du es mit der Mittelstandssache ganz gut. Genauso ist es nämlich.
am 15. Juli 2009 um 14:01 Uhr.
Für ganz wichtig halte ich vor allem zwei Dinge, wer schlecht wirtschaftet muss die Suppe auslöffeln und wenn man dann von der Bildfläche verschwindet übernimmt eben ein anderer die Position. Vielleicht geschieht das dann alles mit einem komplett anderen Erscheinungsbild, aber das ändert doch nichts daran, dass der Untergang des einen der Aufstieg des anderen ist und wenn die Verkäuferin bei Karstadt ihren Job verliert, findet sie vielleicht einen neuen in dem Laden, der dann das leere Haus bezieht. So bleibt die Innenstadt weiterhin belebt und zwar mit Geschäften, die konkurrenzfähig sind und bei denen die Angestellten sicherere Jobs bekommen, als sie durch Staatshilfen je zugesichert bekommen könnten.